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… erschafft Bilder, die ihre Komplexität erst allmählich preisgeben. Sie erschließen sich deshalb nicht dem sie nur streifenden, schnell konsumierenden Blick, sondern sie bedürfen der Aufmerksamkeit und der Zeit, sich auf sie einzulassen, sie bewusst zu erforschen und auszuloten.
Solche Bilder sind in einer Zeit der hektisch an uns vorbeiziehenden Bilderflut ein Medium der Entschleunigung. Sie sind der visuelle Ort, an dem wir als Betrachter beliebig oft (ohne Rückspulen, Schnell- durchlauf oder Repeat-Taste) zurückkehren und verweilen können.
»Die Malerin führt uns diese Transität und Fragilität eines augenblicklichen Zustands vor Augen: jedes Bild entwickelt in seiner Materialität, Farbordnung, Dynamik und rhythmischen Komposition einen spezi- fischen, inneren Klang, den wir aufnehmen können: laut, leise, verhalten, dominant, kraftvoll, sanft, laut, schrill … wie Sie sich persönlich ansprechen lassen, was Sie aufnehmen und in sich weiterklingen lassen, erscheint mir nicht mehr eine Sache des Wortes zu sein. Die Bilder verlassen in der Anschauung irgendwann die Ebene der rein begrifflichen Analyse, um eins zu tun: zu wirken.«
Annette Quast Kunsthistorikerin M.A., Hattingen
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